Ermüdungsversuch

Methode zur Bestimmung des Verhaltens von Materialien, die wechselnden Kräften ausgesetzt sind. Eine spezifizierte mittlere Kraft (die auch Null sein darf) und eine dazu im Wechsel stehende Kraft wirken auf die Probe. Die Anzahl der Lastwechsel, die erforderlich sind, um einen Bruch zu verursachen, (Ermüdungsfestigkeit), werden aufgezeichnet. Im Allgemeinen wird die Prüfung mit identischen Proben und verschiedenen Lastwechseln wiederholt. Kräfte können als Axial-, Torsions- oder als Biegekräfte wirken. Je nach Amplitude der mittleren und zyklischen Last kann die Nettopannung in der Probe während des Belastungszklyus in Kraftrichtung sein oder zur umgekehrten Richtung wechseln. Daten aus Ermüdungsprüfungen werden häufig als Spannungs-Lastwechseldiagramme dargestellt. Dabei wird die Anzahl der Zyklen, die zum Probenbruch erforderlich waren, gegen die Amplitude der zyklischen Spannungen aufgetragen. Die zyklische Spannung kann eine Spannungsamplitude, die maximale Spannung oder die minimale Spannung darstellen. Jede Kurve im Diagramm stellt eine konstante mittlere Spannung dar. Die meisten Ermüdungsversuche werden auf Biege-, Umlaufbiege- oder Schwingungsprüfmaschinen ausgeführt. Eine generelle Auseinandersetzung mit dem Thema Ermüdungsprüfungen finden Sie im "Manual on Fatigue Testing", ASTM STP 91-A und "Mechanical Testing of Materials", A.J. Fenner, Philosophical Bibliothek, Inc. ASTM D-671 beschreibt detailliert Standardverfahren zur Biege-Ermüdungsprüfung von Kunststoffen.