Sowohl die ASTM A938 als auch die ISO 7800 spezifizieren Anforderungen für einfache Verwindeversuche an Draht. Diese Normen für die Torsionsprüfung definieren eine Prüfung, bei der eine Drahtprobe bis zum Bruch um die Längsachse verdreht wird. Die Gesamtzahl der Umdrehungen bis zum Bruch ist aufzuzeichnen. Außerdem sollen in den meisten Fällen auch Drehmomentdaten erfasst und ein Drehmoment-/ Drehwinkeldiagram für die gesamte Prüfung aufgezeichnet werden. Dieses Diagramm zeigt an, an welchem Punkt während der Prüfung die Streckgrenze des Drahts erreicht wurde und wann der Bruch eintrat.
Für die Torsionsprüfung von Draht empfehlen wir unsere Torsionsprüfsysteme Serie
55MT, die für eine beliebige Anzahl von Umdrehungen ausgelegt sind. Das Modell 55MT1 ist für Drähte mit geringerem Durchmesser konzipiert. Es kann mit einem Drehmomentaufnehmer mit sehr niedrigem Nennmoment (0,225Nm) und speziellen Vorrichtungen zum Einspannen von dünnen Drähten konfiguriert werden. Das Modell 55MT2 eignet sich besonders für Drähte mit größerem Durchmesser und Walzdraht. Mit einem Nennmoment von 220Nm ist dieses Modell für Walzdraht bis 10mm Durchmesser geeignet. Beide Modelle werden mit einer axialen Vorlasteinrichtung angeboten, mit der eine konstante Zugkraft in die Probe eingeleitet werden kann. Dieser Aufbau verhindert, dass sich die Probe beim Verdrehen um sich selbst wickelt. Die Torsionsprüfsysteme umfassen standardmäßig eine verriegelte Sicherheitsvorrichtung.
Die Prüfsysteme aus der Serie 55MT werden in Verbindung mit der
Partner™-Torsionsprüfsoftware eingesetzt, die eine genaue Datenerfassung, Ergebnisberechnungen und Versuchssteuerung ermöglicht. Die Partner-Software zeichnet automatisch die Gesamtzahl der Umdrehung beim Bruch auf und erstellt ein komplettes Drehmoment-/Drehwinkeldiagramm zur detaillierten Versuchsauswertung.