Prüfung der Schlagzähigkeit von Rohren und Formstücken aus thermoplastischen Kunststoffen nach ASTM D2444

Die ASTM D2444 befasst sich mit der Bestimmung der Schlagzähigkeit von Rohren und Formstücken aus thermoplastischen Kunststoffen mit Hilfe einer Schlagfinne (Fallgewichts) unter definierten Bedingungen. Die Masse der Schlagfinne soll dabei 2,7 kg, 5,4 kg, 9,1kg oder 13,6 kg, die maximale Fallhöhe 3,0 m und die Mindestfallhöhe 0,6 m. betragen. Es werden drei austauschbare Einsätze für die Schlagfinne beschrieben: Beim Typ A handelt es sich um einen Kegel mit einer abgerundeten Spitze, Typ B ist ein Zylinder mit einer relativ flachen Oberfläche und Typ C hat einen "Stift" mit einem Durchmesser von 0,5" mit abgerundetem Ende. Zwei Probenhalter (entweder ein Prisma oder eine flache Platte) werden in der Norm definiert. Es soll eine Kombination von Prüfvariablen eingesetzt werden, die zu angemessen wiederholbaren Ergebnissen führt und eine einfache Prüfung ermöglicht, bei der bei der keine oder nur eine geringe Gefahr für die Bediener besteht. 

Die Schlagzähigkeit von Rohren und Formstücken aus thermoplastischen Kunststoffen kennzeichnet deren Eignung für den Einsatz sowie die Qualität der Verarbeitung. Außerdem kann sie auch ein relatives Maß dafür sein, wie widerstandsfähig das Material gegenüber Stößen bei Transport und Verlegung sowie im Falle von nicht im Erdreich verlegten Rohren, gegenüber einem Bruch im Betrieb ist. Die bei dieser Prüfung erfassten Daten können als Grundlage für die Festlegung von Anforderungen für eine Schlagprüfung in Produktstandards dienen, oder zur Untersuchung der Auswirkungen von Änderungen des Werkstoff oder der Verarbeitung auf das Produkt bzw. zur Messung der Auswirkungen von Änderungen der Umgebungsbedingungen auf das Rohr oder Formstück herangezogen werden.
 
Für diese Prüfaufgaben eignen sich unsere Prüfsysteme Modell 8200Modell 9250G oder Modell 9250HV. Für Kunden, die lediglich Prüfungen bei den niedrigeren in dieser Norm spezifizierten Schlagenergien durchführen, empfehlen wir unser Fallwerk Modell 8200. Wenn das zu prüfende Produkt die höchsten in der Norm spezifizierten Schlagenergien erfordert, empfehlen wir unser Fallwerk 9250HV mit Impulse-Regelsystem. Um einen Sekundäraufprall des Fallgewichts auf das Rohr oder Formstück zu verhindern, kommt eine pneumatische Rückprallbremse zum Einsatz. Kleinere Rohre und Formstücke können sowohl beim Modell 8200 als auch beim Modell 9250 oberhalb des Tisches zwischen den Führungssäulen geprüft werden. Der unten liegende, offene Prüfraum bietet Platz für Rohre mit größeren Durchmessern bis 12 ".  Für noch größere Rohre bieten wir größere, erweiterte Auflagetische an. Zum umfassenden Schutz des Bedieners vor wegfliegenden Bruchstücken steht eine Auswahl an verriegelbaren Sicherheitsvorrichtungen zur Verfügung.

Die in der Norm beschriebene Prüfung schreibt eine visuelle Kontrolle nach dem Schlag vor, um festzustellen, ob die Probe gebrochen ist. Durch eine geeignete Instrumentierung mit unserem Datenerfassungssystem Impulse und einer DMS-applizierte Schlagfinne können jedoch auch Schadensstellen/Versagensmechanismen erkannt werden, die unter normalen Prüfbedingungen verborgen bleiben. Ohne Verwendung einer Instrumentierung kann z.B. der Anriss oder Schädigungsbeginn möglicherweise nicht erkannt werden. Rohre oder Formstücke können Schäden im Inneren aufweisen, die bei einer visuellen Kontrolle unerkannt bleiben.


Über diese Lösung

Art der Prüfung: ASTM D2444
Art der Probe: Pipe
Materialien: Kunststoffe
Nach Material/Branche Schlag-/Hochgeschwindigkeitsprüfung
Geschäftsfeld: Industrieprodukte, Endverbraucherprodukte
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