Für den Einsatz an bestimmten Standorten müssen geformte Polyethylen-Tanks, die für die Lagerung von Flüssigkeiten bestimmt sind, zum Nachweis ihrer ordnungsgemäßen Konstruktion und Fertigung einer Prüfung nach AS/NZS 4766 unterzogen werden. Anhang D dieser Norm spezifiziert eine Niedertemperatur-Schlagprüfung, die an Proben durchgeführt werden muss, die aus bestimmten Bereichen des Tanks geschnitten wurden. Der Anhang schreibt die Prüfung einer 125mm großen Probe vor, die 24 Stunden lang auf eine Temperatur von -40° C gekühlt wurde. Die Prüfung erfolgt mit einem nicht instrumentierten, halbkugelförmigen Schlagdorn aus einer Fallhöhe, bei der eine bestimmte, durch die Wandstärke der Probe definierte Schlagenergie erreicht wird. Zur vollständigen Erfüllung der Norm muss der Schlag innerhalb von 10 Sekunden nach Entnahme der Probe aus der konditionierten Umgebung erfolgen.
Vor kurzem wurde an uns die Bitte gerichtet, aufzuzeigen, wie durch die Verwendung einer zusätzlichen Instrumentierung für die Prüfung eine Verbesserung des Prozesses erreicht werden kann. Entsprechend den Vorgaben in der Norm werden Schlagenergien im Bereich von 122 J bis 271 J zur Prüfung der Proben verwendet – die zum Einsatz kommende Mindestenergie ist von der Wandstärke der Probe abhängig. Aufgrund dieses Energiebereichs ist unser Modell 9250HV mit Standardtraversengewicht für diese Prüfungen am besten geeignet. Bei Verwendung einer anwendungsspezifischen pneumatischen Spannvorrichtung (die Norm schreibt einen nicht gestützten Prüfdurchmesser von 90mm vor, gegenüber 76mm bei der Standardvorrichtung) und einer Klimakammer Modell 8250 kann die gesamte Prüfung in einer temperierten Umgebung stattfinden. Damit stellt die 10-Sekunden-Vorschrift kein Problem mehr dar.
Der Einsatz einer instrumentierten Schlagfinne Modell 8496-01 ermöglicht dem Anwender die Erfassung von Kraft-Zeit-Geschwindigkeitsverläufen mit Hilfe des Datenerfassungssystems Impulse, das mit dem Prüfsystem 9250HV mitgeliefert wird. Durch eine vollständige Instrumentierung der Prüfung kann der Hersteller nicht nur Maximalwerte erfassen, sondern, was noch wichtiger ist, auch bestimmen, bei welchen Kräften/Energien ggf. eine Schädigung beginnt.