Zugprüfung von dünnwandigen chirurgischen Schläuchen mit einem Langhub-Dehnungsaufnehmer

Chirurgische Schläuche werden in der Medizin häufig eingesetzt, z.B. zur Drainage, als Ernährungssonde, zum Spülen oder bei Operationen, und werden daher in zahlreichen Ausführungsformen und Größen angeboten. Die mechanischen Eigenschaften des Materials sind dabei von entscheidender Bedeutung, da ein Versagen eine ernsthafte Gefahr für Patienten darstellen könnte. In der Produktentwicklung und Qualitätssicherung werden häufig Zugprüfungen zur Bestimmung der Festigkeit des Materials und der Bruchdehnung durchgeführt.

Bei dieser Anwendung wurden von uns dünnwandige chirurgische Schläuche mit einem Außendurchmesser von 0,062", einer Wandstärke von 0,01" und einer Länge von 2,5" geprüft. Die Schläuche waren mit einer Oberflächenbeschichtung versehen, und wenn in der Qualitätssicherung des Herstellers tagtäglich viele Proben geprüft werden, lagert sich die Beschichtung auf den Spannflächen ab und verursacht im Laufe der Zeit ein Rutschen der Proben, das zahlenmäßig nicht quantifiziert werden kann. Trotz eines regelmäßigen Austauschs der Klemmbackeneinsätze verursacht das Rutschen der Probe Abweichungen in den Dehnungsmesswerten zwischen unterschiedlichen Prüforten und Bedienern. Um von einem Datensatz zum nächsten gleichbleibende und akkurate Dehnungsmesswerte zu erzielen, empfehlen wir die Verwendung eines Dehnungsaufnehmers.

Für diese Testreihe haben wir unser elektromechanisches Prüfsystem 3345 eingesetzt, ausgestattet mit einem 100lb-Kraftaufnehmer, einem pneumatischen, seitlich wirkenden Spannzeug mit einer Nennkraft von 250 lb und 1" x " großen gummibeschichteten Klemmbackeneinsätzen und einem Langhub-Dehnungsaufnehmer. Die Prüfung wurde an neun unterschiedlichen Proben mit einer Geschwindigkeit von 20"/min durchgeführt. Für diese Anwendung empfehlen wir gummibeschichtete Klemmbackeneinsätze, die ausreichende Spannkraft, Reibung und Dämpfung bieten, so dass übermäßiges Rutschen des Prüfkörpers im Spannzeug verhindert wird. Die dünnwandigen chirurgischen Schläuche neigen dazu, unter Einwirkung einer Zugkraft über die Länge der Probe nachzugeben, deshalb empfehlen wir die Verwendung einer möglichst kleinen Messlänge. Wir haben für diese Anwendung eine Messlänge von 1 Zoll gewählt.

Die graphische Auswertung und die Prüfergebnisse zeigen, dass mit dieser Prüfkonfiguration wiederholbare Ergebnisse erzielt werden können. Die gewonnenen Daten zeigen, dass ein Langhub-Dehnungsaufnehmer für die Messung der Dehnung von dünnwandigen medizinischen Schläuchen geeignet ist und für zukünftige Prüfanwendungen empfohlen werden kann.


Über diese Lösung

Art der Prüfung: nicht zutreffend
Art der Probe: röhrenförmig
Materialien: Kunststoffe | Biomedizin
Nach Material/Branche Zugprüfung
Geschäftsfeld: Biomedizin, Medizinprodukte, Healthcare

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