Diese Norm spezifiziert die Prüfbedingungen für die Bestimmung der Reibungskoeffizienten von Kunststofffolien - und Bahnen, wenn das Material auf sich selbst oder auf anderen Materialien gleitet. Bei der Probe handelt es sich dabei um ein rechteckiges oder quadratisches Stück Folie (abhängig davon, wo die Probe befestigt ist). Die Prüfvorrichtung besteht aus einem beweglichen Schlitten mit bekanntem Gewicht, der gegen eine ortsfeste Ebene gezogen wird. Der Kraftaufnehmer in der verfahrbaren Traverse der Prüfmaschine misst während der Prüfung die Kraft am verfahrbaren Schlitten. Als Prüfergebnisse werden der statische und dynamische Reibungskoeffizient berechnet. Die Prüfung kann auf 1- oder 2-Säulenprüfmaschinen durchgeführt werden.
Der dynamische Reibungskoeffizient ist die Kraft während des Teils der Prüfung, in der eine gleichmäßige Gleitbewegung stattfindet. Datenerfassung und -auswertung sind dabei ausschlaggebende Faktoren. Eine softwaremäßige Auswertung ist sicherlich genauer als eine manuelle Interpretation der angezeigten mittleren Kraft. Bei Einsatz von Software muss das Datenerfassungssystem während der gesamten Prüfung eine hohe Datenerfassungsrate aufrechterhalten. Auch die Bandbreite ist ein kritischer Faktor. Eine zu hohe Bandbreite führt zu Störsignalen, die fehlerhafte Messwerte zur Folge haben können. Eine zu niedrige Bandbreite kann die Prüfdaten "abschwächen" und dazu führen, dass Maxima oder Minima nicht erkannt werden, so dass die gemessenen mittleren Kraftwerte zu niedrig sind.