Mit dem Prüfverfahren nach ISO 8295 werden die statischen und dynamischen Reibungskoeffizienten von Kunststofffolien und -Bahnen bestimmt, wenn diese aufeinander oder auf anderen Werkstoffen reiben. Das Verfahren ist vorgesehen für nicht klebende Kunststoff-Folien und -Bahnen bis zu einer Dicke von 0.5 mm.
Prinzipiell wird die Probe auf einem Reibtisch befestigt, der aus einem horizontalen Prüftisch, einem Schlitten sowie einem Antriebsmechanismus mit einer Riemenscheibe besteht, der eine relative Bewegung zwischen dem Schlitten und dem Prüftisch erzeugt. Ein Stück des zu prüfenden Materials wird mit doppelseitigem Klebeband am Tisch befestigt. Ein anderes Probestück wird um den Schlitten gewickelt und mit doppelseitigem Klebeband an der Oberseite des Schlittens befestigt. Anschließend wird der Schlitten auf dem Probenmaterial auf dem Tisch platziert. Das Prüfsystem wird mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben. Dadurch wird der Schlitten an der Oberseite der auf dem Tisch montierten Probe entlang gezogen. Die entsprechende Kraft wird aufgezeichnet und als Versuchsergebnisse werden der statische und der kinetische Reibungskoeffizient berechnet.
Wir verwenden für diese Versuche einen Prüftisch zur Bestimmung des Reibungskoeffizienten, der in eine
Zugprüfmaschine
eingebaut ist. Dabei handelt es sich normalerweise um eine
1-Säulen-
oder
2-Säulen-Prüfmaschine in Tischausführung
. Mit Hilfe geeigneter Software wie z.B.
Bluehill® 2
können Probendaten eingegeben, die Versuchsparameter gewählt, die gewünschten Ergebnisse und Statistiken automatisch berechnet und ein Prüfprotokoll erstellt werden - und zwar in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Norm.
Genauere Informationen über die Anforderungen an die Prüfausrüstung und die Versuchsergebnisse finden sich in der ISO 8295.