Aufschlag Charpy

Was ist ein Charpy-Pendelschlagversuch

Ein Test zur Bestimmung der Zähigkeit oder der Tendenz eines Materials, bei einem plötzlichen Stoß nicht zu brechen. Eine 3-Punkt-Biegeversuchskonfiguration, bei der eine gekerbte Probe an beiden Enden gehalten wird und ein Schlaghammer auf die Mitte schlägt, um das Stück in zwei Hälften zu brechen.

Wie wird ein Charpy-Pendelschlagversuch durchgeführt

Typischerweise auf einer Pendelprüfmaschine ausgeführt, wird der Charpy-Schlagversuch sowohl an gekerbten als auch an ungekerbten Proben mit Hilfe einer Dreipunktauflage durchgeführt. Er ist in ISO 179 und ASTM D6110 (die gewöhnlichsten) genormt. Prismatische Probekörper müssen nach der entsprechenden Formstoffnorm hergestellt werden. Die Probekörper können direkt durch Spritzgießen oder durch Ausschneiden aus Blechen gewonnen werden. Die Charpy-Prüfnorm unterscheidet zwischen einer Konfiguration, bei der die Schlagrichtung parallel zum Maß b ist und der Schlag auf die schmale Längsfläche h*l des Probekörpers trifft (hochkant) und einer, bei der die Schlagrichtung parallel zum Maß h ist und der Schlag auf die breite Längsfläche b*l trifft (flach), wie in der folgenden Abbildung dargestellt.
Charpy
Für die Charpy-Prüfung werden Pendelhämmer nach der Norm ISO 13802 mit einem Nenn-Schlagenergiebereich von 0,5J bis 50J und Aufprallgeschwindigkeiten von 2,9 m/s und 3,8 m/s verwendet. Bei der Prüfung wird die von der Probe absorbierte Energie aus der Differenz zwischen der Höhe des Pendelhammers über der Probe vor und nach dem Schlag und der Masse des Pendelhammers selbst berechnet.