Aufprall Izod

Was ist ein Izod-Pendelschlagversuch

Ein Test zur Bestimmung der Zähigkeit oder der Tendenz eines Materials, bei einem plötzlichen Stoß nicht zu brechen. Dabei wird ein Stab auf dem Probekörper eingekerbt, ein Ende (in einer freitragenden Balkenkonfiguration) eingespannt und das andere Ende angeschlagen, so dass es abbricht.

Wie wird ein Izod-Pendelschlagversuch durchgeführt

Typischerweise auf einer Pendelprüfmaschine ausgeführt, kann der Izod-Schlagversuch sowohl an gekerbten als auch an ungekerbten Proben durch den Träger durchgeführt werden. Er ist in der ISO 180 und ASTM D256 genormt. Der Probekörper wird so in den Probenträger eingespannt, dass das gekerbte Ende des Probekörpers zur Schlagkante des Pendels zeigt. Ein richtig positionierter Prüfling ist in der folgenden Abbildung dargestellt.
Aufprall Izod
Sobald das Pendel ausgelöst wird, schlägt es auf den Probekörper auf und schwingt durch. Wenn die Probe nicht bricht, muss ein Hammer mit höherer Energie verwendet werden und der Test sollte wiederholt werden, bis ein Versagen beobachtet wird. Für den Izod-Test werden Pendelhämmer nach der Norm ISO 13802 mit einem Nenn-Schlagenergiebereich von 0,5J bis 50J und Aufprallgeschwindigkeiten von 3,5 m/s verwendet. Die Kerbschlagzähigkeit (Resilienz) wird direkt berechnet, indem der aus der Messung erhaltene Kerbschlagwert durch die Dicke der Probe (Maß J/m) oder durch die Restfläche unter der Kerbe (Maß kJ/m2) geteilt wird.

Diese Prüfmethode ergibt eine höhere Spannung als ein Charpy-Test und kann für eine gute Wiederholbarkeit eine kontrollierte Spannkraft erfordern. Die manuelle Probenauflage kann mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden, während die Spannkraft mit dem Hebel oder pneumatisch betätigten Probenauflagen eingestellt werden kann.